Windkraftfreier HarzBlick

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir freuen uns, Ihnen die Gründung der Bürgerinitiative „Windkraftfreier HarzBlick“ mitteilen zu können.

Warum haben wir uns gegründet?

In der letzten Zeit sehen wir uns im Vorharz vermehrt mit der Errichtung von Windkraftanlagen konfrontiert, die ohne ausreichende Rücksicht auf die Bedürfnisse der Anwohner und Anwohnerinnen sowie der schützenswerten Natur geplant und durchgesetzt werden sollen. Vielmehr steht der Profit einzelner weniger auf Kosten des Gemeinwohls und der Zukunft unserer Kinder im Vordergrund. Der Verein wurde ins Leben gerufen, um die natürliche Schönheit und Lebensqualität unserer Heimat zu bewahren und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Herausforderungen der Energiewende umzugehen.

Foto: M. Wunder, Lochtum Weißberg 2024

Grundsatz

Wir lehnen die Nutzung von Windenergie als Teil der notwendigen Energiewende nicht grundsätzlich ab. Jedoch treten wir für eine angemessene menschen- und artengerechte Energiepolitik ein.


Unser Ziel

Obwohl wir die Notwendigkeit erneuerbarer Energien anerkennen, ist es unser Ziel, einen Ausbau zu fördern, der intelligent, ressourcenschonend und fair gegenüber allen Beteiligten ist. Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass erneuerbare Energien mit Vernunft und unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten eingeführt werden. Unser Anliegen ist es, die negativen Auswirkungen auf die Anwohner und Anwohnerinnen und die Umwelt zu minimieren und eine Energiewende zu unterstützen, die alle Beteiligten einbezieht.


Die Planung

Es ist geplant, auf einer Fläche von ca. 280 ha zwischen Bettingerode, Westerode und Lochtum mindestens 13 riesige Windkraftanlagen mit einem Abstand von 1.000 m zu unseren Wohnorten und einer Höhe von ca. 285 m je Windrad (Eifelturm: 312 m) zu errichten (sog. Potentialflächenkomplex, kurz PFK 92).

Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit erfolgt JETZT vom 12.02. bis 21.03.2025. Siehe bitte Abschnitt „Widerspruch“. Legen Sie Widerspruch ein und beteiligen sich persönlich! 

Beispiel Potentialflächenkomplex 92

Das Problem

Windkraftanlagenprojektierer versprechen sich lukrative Geschäfte. Sie werben bereits jetzt für ihre Bauvorhaben und bieten den Flächeneigentümern und -eigentümerinnen mehrstellige Pachtgebühren. Die Zustimmung von Anwohnern und Anwohnerinnen erkaufen sie sich mit finanziellen Versprechen. Die Windräder sollen in Nähe zu Landschaftsschutzgebieten und dem Nationalpark Harz gebaut werden. Das Harzvorland wird damit unter der bedrückenden optischen Dominanz der Windräder leiden, die inakzeptable räumliche Nähe lässt schwerwiegende Auswirkungen auf die Artenvielfalt, Landschaft und Gesundheit befürchten.

Die beabsichtige Windparkerrichtung in unserer unmittelbaren Nachbarschaft beruht nicht auf einer nachvollziehbaren Abwägung von Eignungsgesichtspunkten, sondern auf dem Eigeninteresse einzelner Ackerflächeneigentümer und -eigentümerinnen, um ihre vermeintlich profitablen Energieprojekte auf Kosten unserer Landschaft umzusetzen.

Es fehlt eine sorgfältige, nachvollziehbare und v.a. angemessene Standortauswahl durch den Regionalverband Braunschweig. Der Regionalverband selbst schließt eine Beeinträchtigung der Anwohner und Anwohnerinnen sowie der Landschaft nicht aus, hält diese aber für zumutbar.

Tatsächlich wirken diese Windkraftanlagen unzumutbar auf unsere Natur und Gesundheit ein.

Fotomontage: „Windkraftfreier-Harzblick“

Unsere Argumente

  • Lärmbelästigung
    bis zu 105 Dezibel je Anlage, gesundheitliche Gefahren (z.B. Tinnitus, Schwindel, chronische Erkrankungen) im ganzen Ort zu hören!
  • Schlagschatten
    Je nach Sonnenstand stört der stroboskopartige Effekt auf ca. 1500 m.
  • Mikroplastik
    Toxische zum Teil krebserregende Mikropartikel lösen sich von den Rotorblättern. Über die Luft gelangen sie in die Atemwege und auf die Äcker.
  • Artensterben
    Artensterben von Vögeln, Fledermäusen, Insekten an den Rotoren. Verschwinden jetzt die Starenschwärme?
  • Mikroklima
    In direkter Nähe zu Windenergieanlagen wird dem Wind, der für klimatische Veränderungen, den Transport von Planzensamen, etc. sorgt, die Energie entzogen, das Klima verändert sich.
  • Landschaftsbild und Tourismus
    Der sowieso schon geschundene Harzwald wird nun durch Windräder verschlechtert, mit einem Blick auf Augenhöhe vom Burgberg direkt in die Rotornarbe der Windenergieanlage.
  • Betonfundamente
    Bis zu 4000 t bei ca. 30 m Durchmesser pro Windrad versiegeln fruchtbare Böden.
  • Wertverlust der Immobilie
    Häuser und Grundstücke verlieren bis zu 40% an Wert oder werden sogar unverkäuflich. Wer will dann noch hier herziehen?

Widerspruch

Wir legen Widerspruch gegen die Baumaßnahme ein.

Link zur Beteiligungsplattform (einreichen eines Wiederspruchs, ab dem 12.02.2025): https://beteiligung-regionalplan.de/rv-braunschweig-wind

Link zur Bekanntmachung: https://www.regionalverband-braunschweig.de/fileadmin/user_upload/30_Themen/RROP_Wind/Wind2025/2025_0130_OEffentliche_Bekanntmachung_Wind_final.pdf

Link zum Regionalverband: https://www.regionalverband-braunschweig.de/regionalplanung/rrop-wind/

Fotomontage: „Windkraftfreier-Harzblick“

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Eine interaktive Karte mit Bürgerinitiativen finden Sie hier: Karte der Bürgerinitiativen – windwahn.com

windkraftfreier-harzblick.de